04.02.2017 - Winter Ori - NAC Duisburg

Leider war das Sportjahr 2016 für Marcel und mich mit unerwarteten Defekten zu Ende gegangen: Bei der Ori Oberberg Ende Oktober hatten wir auf der Anfahrt einen Kupplungsschaden, mußten zurück, das Auto tauschen und sind dann dem Feld mit einer Stunde Verspätung hinterhergehechelt – war dann kein normales Resultat zu erzielen. Bei der Rallye Köln-Ahrweiler führte Volltanken zu überraschendem Benzinverlust und vor WP 2 wurden wir ausgemustert – schade, nachdem wir uns am Vorabend erfolgreich durch den Nebel gekämpft hatten !
Also auf ein Neues. Marcel war verhindert, und deshalb mit Emil Osthold als Fahrer den im Sommer überholten Oldtimer Mercedes Benz 280 SE aus dem Winterschlaf geholt, eine gute und problemfreie Entscheidung.
Start beim NAC Duisburg wie 2016 in Rheinhausen im Stellwerk HOF. Gemütlich, und mit Bollerofen bestens geheizt ! Fahrerbrief schon vorher im Internet gelesen, wenig Erläuterungen, und dann konnte es für 28 Teams auf etwa 118 Km Linksrheinisch losgehen, Ziel war wieder am Stellwerk. Leider setzte pünklich Dauer-Nieselregen ein, da machte es dem Fahrer bei Dunkelheit wenig Spaß.
Aufgabe 1: Bekannt, wie 2016, 6 Kartenausschnitte in div. Maßstäben. Hinterlistig der Trennstrich zwischen den geteilten Fahrbahnen der Verbindungsstraße nach Krefeld (der war 2016 unterbrochen!), was einen langen Umweg nötig machte. Danach ging‘s eigentlich mit normalen Schwierigkeiten über div. Parkplätze weiter. Allerdings, die Transportetappe hin und zurück neben der Autobahn, machte eigentlich wenig Sinn – und auch die dort aufgehängten Kontrollen nicht, waren ja lt. Fahrerbrief nicht gefordert…
Aber, bei NAC kann man es wohl nicht lassen, mindestens einmal zu foppen…
Gewaltig dann das DIN A 4 Blatt mit vielen Strichen, Punkten etc. in Rot und Grün, dazu noch Zusatz-Kärtchen. Natürlich auch hier niedliche Fallen versteckt, deren Inhalt aber wohl auch dem Schiedsgericht nicht schmeckten, so daß so einiges neutralisiert werden mußte.
Daß das Ziellokal nicht direkt angefahren werden durfte, ist eigentlich immer klar. Warum der direkte Weg nicht sollte, dann die Wendekontrolle auch nicht – man weiß es nicht.
Bei guter Bewirtung am langen Tisch gab es dann viele Gespräche. Hilfreich und vorbildlich das ausführliche Lösungsheft für die Klassen. Sehr zügig dann kurz nach 22 Uhr die Siegerehrung. 2 Starter in N mit  0 Zeitfehler, die hatten es wohl leichter als die anderen Klassen. 7 Starter A/AK, hier lagen Osthold/Dr. Holzborn mit 100 Punkten mit den Klassensiegern Flender/Flender gleichauf, hatten jedoch 20 Minuten mehr Zeit gebraucht, 3. (110 Pkt.) Drexelius/Drexelius. In B/C lagen bei 16 Team Schackmann/Stoll aus Rheinland-Pfalz mit 30 Punkten vorn, vor Witte/Witte (40) und Grützenbach/Thomas (50).
Die Umfrage ergab dann noch, daß die jetzt gefundene Variante ohne lange Transportetappe wohl gefallen hat. Sollte sich das herumsprechen, und auch klare Aufgaben ohne Korrekturpotenz gewählt werden, dann könnte es bei schon vorhandenen Prädikaten wie Gaupokal, WOM, BOM und Niederrhein-Cup sogar mehr als 30 Nennungen geben.
Rainer M. Holzborn