9. Ori Obere Nahe - 15. Juli 2017

Respekt ! Fahrtleiter Marc Stoll vom MSC-Obere-Nahe muß sicherlich Monate an der Austüftelung der 13 Aufgabe für die West-OM-Meisterschaft Ori mit Start im saarländischen Wolfersweiler gearbeitet haben. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, es war anspruchvoll, kurzweilig, interessant für den Fahrer, und auch das Ambiente stimmte.
Nun, nach erfolgreichen Abstechern zur Mittelsaar Ori in Perl und zu den Rehburger Bergen (mit Marcel) wollten Emil Osthold und ich auch die zweite Saar-Ori kennenlernen. Am Morgen gestartet, 300 Km weiter trafen wir die anderen (leider nur) 15 Starter Teams an der Turnhalle in Wolfersweiler. Dort wartete schon Kaffee, Kuchen und ein Grill auf die Fahrer, der Aushang wiederholte die bereits per mail zugesandten Infos.
Die Fahrerbesprechung ließ schon Schwierigkeiten ahnen. Nach Start ab 14 Uhr bestätigte ein Blick in die astreinen Fahrtunterlagen (Spiralheft, Kartenfarbdruck, Große Übersichtkarte) daß hier größte Aufmerksamkeit gefragt war. Hauptstart war dann in St. Wendel, dort, wo Marcel und ich 2003 bei der Deutschland-Rallye die letzten Prüfungen gefahren waren. Diesmal etwas langsamer, dafür aber auf dem bekannten Parcours - nutzte nur nichts. Beim Übergang von Aufgabe 1 zu 2 habe ich die beiden letzten Pfeile übersehen. Auch hätte bei den Retuschen eine größere Lupe geholfen, so holten wir uns gleich einen Großteil der 80 Strafpunkte der ersten Etappe, ohne es recht zu merken. Der Rest bis zur DK 1 war dann flüssig, auf sehr schönen Wegen, und, wie an der Saar bekannt, zum Teil sauschnell ! Dazu Edelschotter, hier am Niederrhein müßten wir auch mal diese sonst gesperrten Wege genehmigt bekommen.
Im 2. Abschnitt ging es gleich tricky  mit einer Fischgräte weiter, null problemo, allerdings waren wir schneller als die dort postierte SK ! Die nicht erkannte Überlappung am Ende des Halbpfeils und zwei Flüchtigkeitsfehler lagen im Rahmen, die Feldwege waren allesamt Klasse !
Die Schlußetappe war dann ein ganz besonderer Leckerbissen. Besonders Pfeil 3 in Aufgabe 12 erinnerte mich an die Deutschland-Rallye. Auf diesem Teilstück der B 41 wurde damals die WP "St. Wendeler Land" gefahren, und just an dieser Stelle habe ich im zweiten Durchgang den Abzweig mit Kuppe "voll" genommen. Ging auch, brachte meinem Rücken allerdings einen Hexenschuß ein, den ich noch Wochen spürte !
War diesmal aber kein Problem, allerdings hätten wir uns erinnern sollen, daß ab Aufgabe 10 die Einbahnstraßenregelung aufgehoben war. So fuhren wir einige Kreise extra, und die D-Rallye-WP ist mir nun wieder besser im Kopf als 2003 nach nur 2 x Training.140 Km standen schließlich auf dem Tacho, 5 Stunden Fahrzeit waren auch gut vorbei, durch die unnötigen letzten Kringel habe wir 38 Karenzminuten gebraucht, war kein Problem.
Wenig später war dann die Klasse AK ausgewertet, bei vier einheimischen Konkurrenten belegten wir Platz 2 mit 180 Strafpunkten, Piechatsch/Piechatsch aus Völklingen  lagen mit 100 Strp. vorn. Bei den B/C Fahrern lagen Blumendeller/Goworek vom NAC Duisburg mit 90 Punkten vor, vor Schackmann/Schackmann (Mittelsaar) 90 P./36 min Karenz, und Witte/Witte (Oberberg) 100 P.
Vor der dann auch zügig abgewickelten Siegerehrung gab es dann einen leckeren Spießbraten vom Grill. Danke an die vielen fleißigen Helfer an der Strecke und im Ziel.
Natürlich hingen Lösungen zügig an der Info-Wand, und am Sonntag waren die Infos im mail-Postfach. Kurz mal nachgeschaut: Ordentliche Aufgaben für die beiden N-Teams, und ich fand die Aufgabenstellung für B/C eindeutiger als bei AK. War aber streckenmäßig länger, trotzdem sicher in der ausreichend bemessenen Zeit zu lösen.Also noch einmal großes Lob für eine richtig sportliche Ori. Wenn man solche Möglichkeiten hat, das Wetter mitspielt, dann ist der Spaß garantiert
Rainer M. Holzborn